Mi. 21.02.2018 17:15 Uhr D1   Fototermin GSC Turnhalle FotoShooting Martin
Pflichttermin für alle.
EINWILLIGUNGSERKLÄRUNG mitbringen.

Umziehen ab 17:15 Uhr.
Fotoshooting 18:20 Uhr.
Sa. 14.10.2017 ab sofort *   Homepage Gautinger SC Ümläüte & ßönderzeichen geh'n wieder
Vielen Dank an Dani!
Sa. 01.07.2017 ab 17:30 *   BAYERNSPORT Gautinger SC im Fernsehen auf SAT.1
Ein Bericht über den GSC wird am 1.7.2017 ab 17.30 in SAT.1 gezeigt.

Der Trailer hierzu ist unter dem Youtube-Link (rechts) zu finden.
Di. 27.06.2017 News 1.   Transfermarkt Gautinger SC Real Madrid
Gautinger Fußballer mit neuem Mannschaftskameraden

Benji Golden, Helle Merkl, Marcelo (Real), Norbi Merkl und Max Müller
Fr. 16.12.2016 *   Zeitung Süddeutsche Jens Rindermann Leserbrief
Leserbrief ...
... zum Artikel „Frühes Foul“ von Werner Bartens SZ-Wochenendausgabe vom 11./12.November 2016

Ich schätze die Artikel von Werner Bartens zu Gesundheitsthemen sehr - über den Tenor seiner letzten Arbeit „Frühes Foul“ über die Missstände im Jugendvereinssport muss ich mich aber doch sehr wundern.

Ich will die Missstände und das Fehlverhalten, die Herr Bartens beschreibt auch gar nicht in Abrede stellen. Die gibt es und auch ich wundere mich oft, wenn ich auf den Fußballplätzen unterwegs bin über Sprache und Wortwahl häufig der Zuschauer (gelegentlich auch der Spieler & Trainer) gegenüber insbesondere den Schiedsrichtern, aber auch den eigenen oder gegnerischen Spielern. Auch der Bayerische Fußball Verband beklagt eine Zunahme der Unsportlichkeiten (vor allem gegenüber den Schiedsrichtern) und versucht mit Fair Play-Kampagnen (z.B. „Fair trotz Emotion“) gegenzusteuern. Richtig ist auch, dass es übermotivierte Eltern und teils überforderte Trainer gibt.

Den Eindruck aber, den der Artikel vermittelt, dass die Kinder im Sportverein flächendeckend lernen, wie man rempelt, trickst und pöbelt (kurz unfaire Methoden anwendet) halte ich schlichtweg für eine Unverschämtheit, die das ehrenamtliche Engagement vieler, ja der meisten Trainer schlichtweg diffamiert. Ein Jugendtrainer investiert ehrenamtlich in sein „Hobby“ ungefähr einen Arbeitstag pro Woche (3 Stunden Training, Anfahrt, Vorbereitung, Planung, Trainingsplanung, Spielbetreuung, Spieler- und Elternanrufe, etc) und versucht sich (gelegentlich nicht immer glücklich) am Teambuilding und Schaffung einer Mannschaftsidentität (Eltern einbezogen) und das in einem immer schwieriger werdenden Umfeld , in dem Eltern häufig ihre Kinder beim Verein „abladen“ und nicht bereit sind sich für ihre Kinder & den Verein zu engagieren (Auswärtsfahrten, etc.).
Es ist kein Wunder, dass viele Vereine Schwierigkeiten haben ehrenamtlich engagierte Trainer zu finden, die gegen eine geringe Aufwandsentschädigung bereit sind ihre Freizeit für die sportliche und charakterliche Ausbildung der Kinder zu „opfern“. Der Artikel und die Meinung von Herrn Bartens scheint mir Ausdruck einer weit verbreitenden Haltung zu sein, die die Sportvereine als „Dienstleistungs-Anbieter“ sieht, bei denen man eine Ware oder Dienstleistung kauft. Unsere Sportvereine sind aber „Mitmach-Vereine“, die vom Engagement ihrer Mitglieder, Freunde und Eltern leben. Wenn es Herrn Bartens ernst ist mit seiner Kritik, findet er bestimmt einen Verein in der Nähe seines Wohnortes bei dem er sich im Sinne der Abstellung der beschriebenen Missstände engagieren kann, sei es als Trainer, Mannschaftsbetreuer oder Funktionär.

Ärgerlich ist auch die pauschale Diffamierung der Einteilung der Kinder in verschiedene Mannschaften bzw. Trainingsgruppen (F1, F2, F3, ..) als „Einsortierung in eine Hierarchie“. Richtig ist vielmehr, dass dies eine pädagogisch schwierige Entscheidung ist bei der auf viele Aspekte, u.a. Freundschaften, Fahrgemeinschaften der Eltern, etc. Rücksicht genommen werden sollte (und man trotz bestem Wollen, nicht allen Wünschen gerecht werden kann – kein anderes Thema verursacht Trainern & Jugendleitern mehr Kopfzerbrechen wie man möglichst vielen, im Idealfall allen Kindern gerecht werden kann). Zentrales Ziel ist aber die Schaffung sinnvoll großer Trainingsgruppen, in denen Kinder Spaß haben und spielerisch gefördert werden, eine Gruppen und Vereinsidentität geschaffen werden kann und in denen möglichst viele Kinder sportliche Erfolgserlebnisse erfahren können.

Ich würde mich freuen, wenn Herr Bartens diesen Leserbrief zum Anlass nehmen würde sich aktiv in einem Verein seiner Wahl sich für die sportliche und soziale Entwicklung von Kindern zu engagieren.

Jens Rindermann, Abteilungsleiter Fußball des Gautinger SC
Fr. 02.12.2016 I-Team   Homepage 1. SC Gröbenzell Gautinger SC Video
Auf der Navigationsleiste - links - gelangt man jetzt direkt auf die eigene Homepage des Inklusions-Teams!

Über den Link - rechts - kommt man direkt zu einem tollen Video von unserem Inklusions-Team.
Mi. 15.06.2016 1.   Zeitung Starnberger Merkur neuer Trainer beim GSC Fritz Kloo
Fritz Kloo wird neuer Cheftrainer beim Gautinger SC.

Eigentlich hatte Michael Kaiser seinen Vertrag beim Gautinger SC schon um ein weiteres Jahr verlängert. Seit vergangenem Donnerstag ist der Trainer des Kreisklassisten aber seinen Job los.

Kaiser wurde weder gefeuert noch ist er selbst zurückgetreten. Er hat einfach Platz gemacht für einen Mann, den er für besser hält. Fritz Kloo wird in der kommenden Saison das Training an der Würm leiten. „Ich sehe das ziemlich entspannt“, kommentiert Kaiser den Fakt, dass er aus eigenen Stücken demnächst nur noch Co-Trainer ist.

Mit Kloo ist den Gautingern ein echter Coup gelungen. Der heute 58-Jährige hat zwischen 1976 und 1979 zusammen mit Stars wie Franz Beckenbauer, Gerd Müller, Sepp Maier und Karl-Heinz Rummenigge noch beim FC Bayern München gespielt. Zwar absolvierte er in dieser Zeit keine einzige Bundesliga-Partie für den Deutschen Rekordmeister, aber er lernte unter Trainerlegende Dettmar Cramer eine ganze Menge. „Kloo ist eine Granate“, findet Kaiser.

Zuletzt hat der ehemalige Bayern-Spieler vor allem im Juniorenbereich gearbeitet. Von 2012 an betreute er die A-Jugend des SV Planegg für zwei Jahre, zuletzt war er als U19-Coach beim SC Unterpfaffenhofen unter Vertrag.

Dass der ehemalige Profi ausgerechnet zum Sportclub wechselte, bedurfte schon einiger Zufälle. Zunächst hatte Michael Kaiser einen Nachfolger für seinen bisherigen Assistenten Stefan Huber gesucht und war dabei auf Kloo gestoßen. Als der Interesse signalisierte, organisierte Kaiser ein Demonstrationstraining, bei dem ausnahmsweise mal 28 Kicker im Stadion an der Würm aufliefen. Kloo war aber nicht nur von den Fußballern des GSC begeistert, sondern auch von den Strukturen, die in den vergangenen Jahren in Gauting entstanden sind. „Wir haben eine junge Mannschaft, die von ihm profitieren kann“, sieht Kaiser die Verpflichtung des renommierten Trainers perspektivisch.

Damit der Nachwuchs weiter optimal gefördert wird, ist der bisherige Coach bereit, kürzer zu treten. „Das ist kein Rückschritt für mich“, ist er überzeugt. Auch er kann sicher noch eine ganze Menge von seinem neuen Boss lernen.

Quelle: Starnberger Merkur - hch
Di. 03.05.2016 09:00 *   Umwelt Gautinger SC Sportgelände Sauberkeit
Anbei einen Link, der euch einen Möglichkeit aufzeigt, wie man auch umweltbewusst seiner Gewohnheit unterwegs nachgehen kann.

"Kein verantwortlicher Raucher wird in Japan ohne einen keitai haizara tragbaren Aschenbecher in der Tasche ausgehen. Eine Zigarette auf den Boden zu werfen ist nicht nur unhöflich, sondern auch schlecht für die Umwelt. Also gibt es jetzt in Japan eine unendliche Auswahl an tragbaren Aschenbechern."

Singapur wird man in dieser Hinsicht sicher kaum erreichen, aber vielleicht ein wenig davon.

http://www.smokey-taschenbecher.ch/index.php/startseite.html
Mo. 21.09.2015 WLAN *   Freifunk-München freier Internet-Zugang in Gauting für alle
Di. 28.07.2015 Medien *   Zeitung Starnberger Merkur 10 Jahre GSC
„Ein wichtiger Schritt für Neuanfang“

So titelte der Starnberger Merkur vor zehn Jahren über die Insolvenz des TSV Gauting und über die anschließende Gründung des GSC.

Gautinger SC - Zehn Jahre nach der Insolvenz des TSV Gauting: GSC-Vorsitzende Elisabeth Wetlitzky über die damaligen Geschehnisse

Vor zehn Jahren musste der TSV Gauting Insolvenz anmelden. Am 28. Juli 2005 wurde dann der Gautinger SC als Nachfolgeverein gegründet. Dieses Jubiläum feiert der Breitensportclub mit aktuell 2000 Mitgliedern, davon 60 Prozent Kinder und Jugendliche, nach der Hauptversammlung am 17. Juni. Über den Neuanfang sprachen wir mit der GSC-Vorsitzenden Elisabeth Wetlitzky (55). Die studierte Ökonomin, verheiratete Mutter von drei Kindern, leitet den Sportclub seit 2008.

Nach der Insolvenz stand der Gautinger Sportverein vor einem Scherbenhaufen?
Ja, der von 2005 bis 2008 amtierende Gründungsvorstand musste rechtlich alles neu organisieren, neue Pachtverträge mit der Gemeinde schließen, aber auch die Finanzen zusammenhalten. Der Sport ging auch während der Insolvenz ohne Unterbrechung weiter. Der Tennisclub wurde ein eigenständiger Verein – unterm Dach des GSC, ebenso wie später die Baseballer. Ganz ausgegliedert haben sich damals die Handballer und die Fußball-Erwachsenen. Die Eltern der Fußballjugend wünschten jedoch damals, dass ihre Kinder beim GSC bleiben: Daraus ist nun unsere höchst erfolgreiche Herren-Nachwuchsmannschaft entstanden. Großen Erfolg hat auch unser neues Fußball-Integrationsteam für Mädchen und Buben mit Handicaps.

Im Nachhinein betrachtet: War das Anmelden der Insolvenz vor zehn Jahren nötig?
Absolut. Das war ein wichtiger Schritt, um finanziell unbelastet neu anfangen zu können. Unser Vorgängervorstand hatte den Verein ja bereits erfolgreich neu strukturiert und ein Rücklagenpolster aufgebaut. So konnten wir ab 2008 die Gebäudesanierung starten. Gemeinde und GSC haben bisher jeweils etwa 600.000 Euro investiert, also insgesamt rund 1,2 Millionen Euro. Für diese Zuschüsse sind wir auch sehr dankbar. Größter Brocken war für uns die Tennishalle, die wir aus unseren Eigenmitteln sanieren mussten. Aber seit der Boden erneuert und Online-Buchung möglich ist, geht’s mit der Auslastung wieder aufwärts – und mit den Einnahmen.

Werden Sie bei der Neuwahl 2016 nochmals antreten?
(Lila lacht) Das weiß ich noch nicht. Denn das hängt auch von meinem Team ab. Eines ist klar: Der GSC ist mir ans Herz gewachsen.

Autor: Christine Cless-Wesle
Quelle: Gautinger SC
Sa. 02.05.2015 Danke! I-Team   Zeitung Starnberger Merkur Trikots für GSC RWW
Trikots für Gautinger Inklusionsteam

RWW-Geschäftsführer Peter Drausnigg übergab die neue Sportkleidung an Trainer Bernd Prösler und sein I-Team.

Das Regionalwerk Würmtal (RWW) unterstützt das Fußball-Inklusionsteam des Gautinger SC. In dem I-Team spielen beeinträchtigte und nicht-beeinträchtigte Jugendliche zusammen.

Knapp 20?Mädchen und Buben kommen inzwischen regelmäßig zum Montagstraining. Dabei stehen der Spaß und das Miteinander im Vordergrund.

Heuer werden die jungen Kicker an ihren ersten Turnieren mit anderen Inklusionsteams teilnehmen – und dafür sind sie nun ausgerüstet. Das Regionalwerk sponsert 20?Trikots und Stutzen.

RWW-Geschäftsführer Peter Drausnigg übergab die neue Sportkleidung an Trainer Bernd Prösler und sein I-Team.
Di. 25.02.2014 Medien E2   Fußball Vorort Gautinger SC Juliana Kottbauer Interview
Torjägerin Kottbauer: "Will Nationalmannschaft spielen"

Gautinger SC - Juliana Kottbauer hat schon mit ihrem großen Bruder Jonas im Garten Fußball gespielt, als sie noch gar nicht richtig laufen konnte.

Mit vier Jahren trat sie dem SC Wörthsee bei, inzwischen spielt sie seit vier Jahren beim Gautinger SC. Beim Webasto-Mini-Cup für U10-Junioren war sie beste Torschützin des GSC mit zwei Treffern.
Di. 05.02.2013 Medien 1.   Fußball Vorort Gautinger SC Stefan Kaiser Interview
Trainerduo beim Gautinger SC

Seit zehn Jahren bilden Michael Kaiser und Stefan Huber ein Team. Der eine wurde Jugendtrainer, weil der Sohn Fußball spielen wollte, der andere wegen seines Neffen. Jetzt sind die beiden verantwortlich für die Herrenmannschaften des Gautinger SC.

Der 49-jährige Kaiser und der neun Jahre jüngere Huber übernahmen im Sommer als Tandem die zweite Herrenmannschaft. Zuvor hatten sie eine Mannschaft von der E- bis zur A-Jugend betreut. Zum Saisonwechsel zogen sie zwölf Fußballer Jahrgang 1994, die noch in der A-Jugend spielberechtigt sind, mit in den Herrenbereich. Einige kamen in der ersten Mannschaft in der A-Klasse zum Einsatz, der Rest in der Reserve in der B-Klasse.

Lutz Tietz, Trainer der Herren1, hatte Kaiser schon im Sommer als Nachfolger haben wollen, doch dieser zögerte. In der Winterpause erklärte er sich schließlich bereit, Tietz zu ersetzen, der Verschleißerscheinungen zeigte. „Wenn man zehn Jahre im Jugendbereich arbeitet, hat man kein Interesse, dass alles umsonst war“, sagt Kaiser. Am Donnerstag, 14. Februar, beginnt er mit der Vorbereitung auf den Wiedereinstieg in die Punktspielrunde. Kaiser ist für die erste, Huber für die zweite Mannschaft verantwortlich. Das Training findet gemeinsam statt. „Es ist der gleiche Aufwand, nur etwas mehr Verantwortung“, sagt Kaiser.

Der Trainer muss einige Abgänge kompensieren. „Das macht es nicht leichter“, sagt er. Ahmet Dirik, gerade Vater geworden, hat den Verein verlassen und, so Kaisers Vermutung, seine Karriere beendet. Daniel Horn wechselte zum TSV Großhadern, Torwart Admir Fajkovic zum TV Stockdorf. Als Ersatz für Fajkovic bietet sich Marco Hoffmann an. Der 18-Jährige macht heuer allerdings Abitur und könnte in der Rückrunde wegen Prüfungsstress’ ausfallen. Max Müller, der nach längerer Auszeit wieder eingestiegen ist, fehlt es noch an Spielpraxis.

„Wir werden viel mit der Jugend arbeiten“, so Kaiser. Der Kader für beide Mannschaften umfasst 35 Spieler, von denen immer einige wegen Verletzung, Krankheit oder Auslandsaufenthalt fehlen. „Wir müssen erst einmal eine Mannschaft werden“, erklärt Kaiser. Sobald das Zusammengehörigkeitsgefühl wachse, nehme auch der Spaß am Fußball wieder zu. Vom Aufstiegskampf hat sich der Gautinger SC längst verabschiedet. Der Abstand zur Abstiegszone beträgt drei Punkte. Saisonziel ist, die Klasse zu halten. Kaiser: „Wir müssen nicht ganz vorne mitspielen.“

Der Trainer ist zuversichtlich, dass die Motivation wieder zunimmt. „Wir haben einen guten Kontakt zu den Jungs.“ Kaiser und Stefan Huber waren mit von der Partie, als der GSC, der nach der Pleite des TSV Gauting gegründet worden war, vor fünf Jahren eine Herrenmannschaft für den Punktspielbetrieb anmeldete. Kaisers Vorgänger Tietz nahm damals einen Schwung A-Junioren mit in den Herrenbereich, Kaiser und Huber waren die beiden erfahrensten Spieler unter lauter Jungspunden.

Zwei Jahre machte Kaiser noch mit, dann wollte sein Knie nicht mehr. Auch in der Folge riss der Kontakt zur ersten Mannschaft nicht ab. Zweimal war Kaiser in der Winterpause mit im Trainingslager in Bad Tölz. Beide Male sprang er als Torwart ein, weil keiner zur Verfügung stand. Dabei ist der selbstständige Handwerker eigentlich Mittelfeld- und Abwehrspieler. Seine Karriere begann er beim TSV Gauting. Mit 17 verließ er den Verein und pausierte drei Jahre. Mit 20 landete Kaiser beim SC Unterpfaffenhofen-Germering, mit dem er lange Zeit in der Bezirksliga spielte. Nach 25 Jahren kehrte er wegen seines Sohnes Dennis nach Gauting zurück. „Das ist mein Heimatverein“, sagt Kaiser. Ähnlich geht es Huber, der in der D-Jugend beim damaligen TSV Gauting mit dem Fußballspielen begann, nach vier Jahren den Verein wechselte, aber nach weiteren fünf sechs Jahren zurückkehrte und den Gautingern bis heute treu blieb.

Foto: Jürgen Sauer
Bericht: Nicole Kalenda
Do. 24.01.2013 Medien 1.   Fußball Vorort SV Söcking Maxl Mammitzsch Interview
Mammitzsch: "Meine besten Fußballerjahre kommen erst noch"

Seit einigen Jahren schnürt Maximilian Mammitzsch nun in Söcking seine Schuhe. Der Angreifer, der in der aktuellen Spielzeit bereits 16 Tore in zwölf Spielen erzielte, steht Jahr für Jahr ganz oben in den Torjägertabellen. Mit VORORT sprach er nun über Begehrlichkeiten im Landkreis, seinen rechten Fuß und Alkohol vor dem Spiel.
Maximilian "Maxl" Mammitzsch ist 25 Jahre alt und Sport- und Fitnesskaufmann beim Bayerischen Landessport Verband (BLSV). Die Stationen des 1,74 Meter großen Angreifers waren der TSV Gauting sowie der FC Gauting. Seit 2007 knipst er mehr als regelmäßig für den SV Söcking.

Maximilian, Du bist jetzt in Deiner 6. Saison beim SV Söcking in der A-Klasse, weckst jedoch Jahr für Jahr mit zahlreichen Treffern Begehrlichkeiten bei anderen Vereinen im Landkreis. Gab es auch diesen Winter wieder Anfragen?

Mammitzsch: Nein, diesen Winter gab es keine Anfragen. Vielleicht aus dem Grund, weil es die meisten schon aufgegeben haben, mich zu fragen!

Was ist beim SVS so besonders, dass Du bisher den Sprung zu einem höherklassigen Verein noch nicht gewagt hast? Jeder in Deinem Umfeld würde doch diesen Schritt verstehen.

Mammitzsch: (lacht) Die Frage musste ja kommen. Wenn es nur so einfach zu beantworten wäre. Ich versuche es einmal: Söcking ist einfach meine fußballerische Heimat geworden. Hier gefällt es mir und hier fühle ich mich wohl - das sollte eigentlich alles aussagen. Sicher würden viele aus meinem Umfeld einen Wechsel verstehen, aber darüber verschwende ich eigentlich keine Gedanken. In Söcking kann ich meinem Hobby mit viel Spaß nachgehen und auch sportlich ein wenig erfolgreich sein. In der Mannschaft und in deren Umfeld habe ich einige Leute, mit welchen ich mich klasse verstehe und auf die ich mich immer wieder freue, mit ihnen gemeinsam zu kicken. Natürlich spielt auch die für mich überragende Sportanlage beim SVS eine große Rolle.

Wo denkst Du liegen Deine Stärken, was hingegen bezeichnest Du als Deine Schwächen?

Mammitzsch: (lacht erneut) Meine Stärken liegen sicherlich darin, dass ich im Antritt und in der Gschwindigkeit "a bisserl was" drauf habe, trotz meines stattlichen Gewichts. Ich glaube, ich habe auch ein klein wenig Talent in die Wiege gelegt bekommen, kann mit dem Ball ganz ordentlich umgehen und auch mal aus 25 oder 30 Meter das Leder ins Netz wuchten. Und dann stimmen meistens noch der Einsatz, Wille und die Leidenschaft für das Spiel. Alles in allem denke ich eine gute Mischung, die für die A-Klasse gerade noch so reicht, um Spaß und Erfolg zu haben. Meine Schwäche ist ganz klar, dass ich sehr oft ein richtig lauffauler Hund bin, konditionell selten richtig fit und bei sehr vielen Dinge noch immer zu ehrgeizig und zu verbissen rangehe. Darunter leiden dann meistens die Mitspieler, weil ich dann einfach auch laut werde - und dann sagen meistens Konzentration, Spielfreude und Wille ade. Ja und dann gibt's noch den linken Fuß, der bei mir außer der Stützfunktion beim Stehen zu absolut gar nichts zu gebrauchen ist, der ist echt furchtbar...

Für die meisten Amateurtrainer bist Du der Wunschkicker: Sympathisch, aufgeschlossen, torhungrig und das vielleicht wichtigste: Du rauchst nicht und trinkst auch keinen Alkohol. Passt das überhaupt zu einem A-Klassenspieler bzw. wünscht Du Dir manchmal, dass womöglich auch Deine Teamkollegen öfter mal vor dem Spiel "brav" bleiben?

Mammitzsch: Das finde ich ja super, wir Ihr mich einschätzt - vielen Dank an die Redaktion für das Zuschreiben dieser positiven Eigenschaften. Ob kein Alkohol und keine Zigaretten zu einem A-Klassen Spieler passt, muss jeder Kicker für sich selbst entscheiden. Mein Weg ist es, ohne diesem ganzen Schmarrn zu leben und ich fahre sehr gut damit. Ansonsten mache ich mir keine Gedanken darüber, schließlich gibt es ja noch ein Leben neben dem Platz und da hat jeder das Recht, vor dem Spiel auch mal "nicht brav" zu sein. Meistens gehört das ja zur Spielvorbereitung dazu - dafür spielen wir ja auch nur in der A-Klasse, um eben vieles außerhalb vom Fußballplatz in vollen Zügen zu genießen. Wichtig ist doch, dass die Mannschaft dann auf dem Grün gemeinsam ein Ziel verfolgt und für den Sieg kämpft.

Wird es der Landkreis Starnberg noch erleben, dich in einer höheren Liga kicken zu sehen? Traust Du dir den Sprung denn eines Tages zu? Wenn ja, welche Liga ist das "Minimum"?

Mammitzsch: Man soll niemals nie sagen und meine besten Fußballerjahre kommen ja erst noch. Fakt ist, dass ich mich in Söcking pudelwohl fühle und so schnell auch nicht vor habe, den Verein zu verlassen. Aber wer weiß, wenn es mal soweit kommen sollte, dann wechsle ich bestimmt dahin, wo ich erstens paar Freunde habe, um mich wohlfühlen zu können und ich zweitens die Chance sehe, auch mit ihnen zu spielen und Spaß zu haben. Dabei spielt die Liga keine Rolle.

Wird Euch Dominik Schlehhuber, der den Sprung gewagt hat und nach Pöcking in die Kreisliga gewechselt ist, als Stütze im Kampf um den Kreisklassen-Aufstieg fehlen?

Mammitzsch: Mit Sicherheit wird er uns fehlen, aber jetzt ist die Chance für die Jungen da, sich zu zeigen und zu etablieren. Vielleicht findet sich ein Nachwuchskicker, der die große Lücke von Dominik Schlehhuber schließen kann.

Wenn Du zwei Ausblicke wagst: Zum einen, wo landet der SVS am Ende der Saison, zum anderen, wo spielt Maximilian Mammitzsch in der Saison 2013/14?

Mammitzsch: Natürlich wünsche und hoffe ich, dass wir es hinbekommen, mit Söcking in Kreisklasse aufzusteigen. Potential ist in der jungen Truppe sicherlich jede Menge vorhanden, aber ich bin auch mit einem Platz unter den Top 5 zufrieden, sollte es nichts werden mit dem Aufstieg. Und zum zweiten Teil der Frage: Er wird weiterhin in Söcking seine Schuhe schnüren

Interview: Christoph Kammerlander
Do. 24.01.2013 Medien E1   Zeitung Starnberger Merkur MiniCup SM
Dramatik pur beim „Imtech Mini Cup“

VfB Stuttgart Turniersieger – Gautinger SC besiegt SV Planegg im Siebenmeterschießen

Der VfB Stuttgart hat zum zweiten Mal nach 2006 den „Imtech Mini Cup“
gewonnen. Und der FC Bayern München verpasste erstmals in der zwölfjährigen Geschichte des JugendfußballTurniers das Halbfinale. Für Dramatik pur sorgten in der Halle der Paul-Hey-Mittelschule aber nicht nur die Talente der Profivereine. Auch im Spiel um Platz neun ging es hoch her. Dort trafen Gastgeber Gautinger SC und der SV Planegg-Krailling aufeinander. In der regulären Spielzeit fiel kein Tor. Der sechste Siebenmeter entschied: Planeggs Torwart Luca hatte das Nachsehen, und Gauting gewann. „Wir hätten schon gerne Gauting besiegt“, sagte SVP-Trainer Horst Maier. „Das war ein spannendes Spiel zweier gleichwertiger Mannschaften.“

Aber auch sonst kamen seine Schützlinge auf ihre Kosten. Da das Turnier im vergangenen Jahr noch für die U9 ausgerichtet worden war und diesmal die U10 antrat, hatten einige Spieler das Glück, zweimal in Folge gegen den Nachwuchs der ganz großen Vereine anzutreten. „Das ist eine klasse Geschichte“, so Maier. Seine Mannschaft zeigte etwas zu viel Respekt in einer Gruppe mit dem späteren Turniersieger VfB Stuttgart, seinem Finalgegner Red Bull Salzburg, dem TSV 1860 München und der SpVgg Unterhaching. „Die waren erschrocken, wie gut man Fußball spielen kann“, so Maier. Am Ende reichte es mit null Toren und null Punkten nur zum letzten Platz. Da weder Spieler noch Eltern oder Trainer den Anspruch hatten, viel zu reißen, genossen die Planegger den Turniertag trotzdem und nutzten die Pausen zwischen den Partien, um sich das eine oder andere Autogramm zu besorgen. Trainer Maier hatte im Vorfeld in einer E-Mail auf die Profikarriere des Unterhachinger Trainers Francisco Copado hingewiesen, und auch Ex-Bayern-Star Hasan Salihamidzic, dessen Sohn in Unterhaching spielt, war kein Unbekannter.

Die Gautinger, trainiert von Franz Kiener, belegten ebenfalls punktlos Platz fünf in ihrer Gruppe, durften sich aber zumindest über ein Tor freuen. Der Ehrentreffer gelang beim 1:6 gegen den späteren Turniervierten 1.FC Nürnberg. Die Nürnberger zeigten in ihrem letzten Gruppenspiel eine sensationelle Leistung und schlugen den FC Bayern 3:0. Das reichte zu Rang zwei hinter dem spielstarken FC Augsburg. Im Spiel um Platz drei trafen die beiden Teams erneut aufeinander. Im Siebenmeterschießen hatte Augsburg dann mit 5:3 die Nase vorne.

Der Cup ging nach einem 2:1 gegen Salzburg an den VfB Stuttgart. nik
Mi. 12.12.2012 Medien 1.   Zeitung Starnberger Merkur Lutz Tietz amtsmüde
Seit 1990 engagiert sich Tietz im Gautinger Sport, erst beim TSV, dann beim Nachfolger Gautinger SC. Als der GSC zur Saison 2007/08 nach dreijähriger Abstinenz eine Fußball-Herrenmannschaft im Punktspielbetrieb anmeldete, war Tietz die treibende Kraft. Der heute 59-Jährige trainierte zu dem Zeitpunkt die A-Junioren des Vereins. Drei Spieler mussten altersbedingt in den Herrenbereich wechseln, und um sie nicht zu verlieren, nahm Tietz 15 noch in der A-Jugend spielberechtigte Nachwuchskicker dazu und gründete eine Herrenmannschaft.

Diese spielt inzwischen in der A-Klasse und wollte eigentlich heuer den Aufstieg in die Kreisklasse packen. „Es hat klasse angefangen“, sagt Tietz über die drei Siege und das Unentschieden zu Saisonbeginn. „Dann fährt der eine in Urlaub, dann der andere, und der Dritte geht für ein Jahr nach Australien.“ Das Personal schrumpfte. Hinzu kamen Undiszipliniertheiten. „In fast jedem Spiel gab es einen Platzverweis. Das macht nicht unbedingt Spaß“, so Tietz, der seine Ablösung immer stärker herbeisehnte. „Nach einer gewissen Zeit ist man im Männerbereich ausgelaugt. Entweder wechselt man den Verein oder die Mannschaft oder den Trainer“, so Tietz, der bedauert, dass die jungen Spieler Fußball nicht mehr die höchste Priorität einräumen. „Alles andere geht vor.“ Bereits im April hatte Tietz Abteilungsleiter Albert Büchele kundgetan, dass er amtsmüde sei. Er bat ihn, sich um jemand anders zu bemühen, „der auch zu uns passt. Bei uns gibt's ja keine Kohle.“ Tietz hatte dabei Michi Kaiser, Trainer der Reserve, im Auge. Doch dieser zögerte im Sommer noch. Inzwischen erklärte sich Kaiser bereit, die A-Klassen-Mannschaft zu übernehmen, die derzeit auf dem achten Tabellenplatz überwintert. Für die zweite Garde, die in der B-Klasse angesiedelt ist, ist ab sofort Stefan Huber verantwortlich. Heute Abend findet eine erste Besprechung mit den beiden Mannschaften und ihren neuen Trainern statt.

Ganz mit Fußball abgeschlossen hat Tietz nicht. Er spielt selbst weiter in der Ü50-Mannschaft des GSC. Außerdem betreut er seit acht Wochen die Jüngsten, die Anfänger, die mit vier, fünf Jahren zum Verein kommen. Bis zu 18 Buben besuchen sein Training. Ihnen bietet er „eine Stunde Spaß pro Woche“ mit „Fang die Maus“, Purzelbaum und einem kleinen Hallenkick. „90 Prozent wollen ins Tor“, hat Tietz festgestellt. Das dürfte sich im Laufe der Jahre noch legen. Sobald die Kinder ein bisschen Erfahrung haben, wechseln sie in eine richtige Mannschaft.

von Nicole Kalenda
Do. 30.08.2012 Medien 1.   Zeitung Münchner Merkur Lutz Tietz MM
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Mo. 02.04.2012 Medien E1   Zeitung Starnberger Merkur MerkurCup SM
Bericht zur MerkurCup-Eröffnungsfeier von Fr. 30. April 2012 bei Heide Volm in Planegg
Fr. 03.02.2012 Medien F1   Zeitung Starnberger Merkur MiniCup SM
Der Starnberger Merkur berichtet über den Imtech MiniCup beim Gautinger SC.

Artikel bitte über den Doclink (rechts) öffnen.
Do. 05.01.2012 Medien 1.   Zeitung Starnberger Merkur Ahmet Dirik SM
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Mi. 23.11.2011 Medien E1   Zeitung Münchner Merkur Im Blickpunkt Seite 3
Wenn die Eltern foul spielen

Königsbrunn - Am Rande der Wahnsinn: Wenn ihre Kinder kicken, liegen bei den Eltern oft die Nerven blank. Es wird hineingeplärrt, was das Zeug hält, manchmal gehen die Erwachsenen aufeinander los. Benimmfibeln und Sperrzonen helfen nicht immer.

Es kam aus dem Nichts. Ohne Warnung. Ganz gewöhnliche Fußball-Eltern waren sie für Rüdiger Aue, 41, gewesen. Mamas und Papas, die Trikots waschen, Fahrgemeinschaften bilden und an Weihnachten Geschenke für die Trainer besorgen.

Bis zu diesem Samstag. „Und dann rasten die einfach völlig aus“, sagt Aue.

Der Mann ist Jugendleiter beim FC Königsbrunn. Ein gemütlicher Typ mit Baseball-Kappe und Piratenbart. Aber seit jenem Tag ist er mit den Nerven fertig. Bis ins Mark erschüttert. „Ich schäme mich zutiefst“, sagt er. Er wollte sogar hinwerfen.

Samstag, 12. November, die E-Junioren spielen. Acht bis zehn Jahre, Derby, FC Königsbrunn gegen den FC Augsburg. Das Drama beginnt nach der Halbzeitpause. Königsbrunn führt da mit 5:2. Doch Augsburg holt auf, irgendwann steht es 5:5. Dann übersieht der Schiedsrichter ein Foul, und auf einmal steht es 5:6.

Dann geht es ab.

Das Spiel läuft noch, da stürmt der Vater des gefoulten Knirpses den Rasen, weitere Königsbrunner ihm hinterher. Sie attackieren den Schiri, nur verbal zwar, aber mit Wörtern, die Aue nicht wiederholen möchte. Und das alles vor den Kindern. Es folgt: Spielabbruch. Platzverbot. Sportgericht.

Königsbrunn ist kein Einzelfall. Wenn ihre Sprösslinge Fußball spielen, herrscht bei den Eltern an der Seitenlinie oft emotionaler Ausnahmezustand. 69 Fälle von Übergriffen aggressiver Mütter oder Väter landeten in Bayern vorige Saison vor Bezirks-Jugendsportgerichten – bei 73 210 Junioren-Spielen. Klingt nach wenig, aber: „Jeder Fall ist einer zu viel“, sagt Reinhold Baier, Vizepräsident des Bayerischen Fußballverbandes. „Denn das steht völlig dem entgegen, was der Sinn von Sport eigentlich ist – nämlich Freude und Spaß.“

Man hat sich schon einiges einfallen lassen, um tobende Trainer, brüllende Väter und krakeelende Mütter zu bändigen. In Niedersachsen isolieren sie die Eltern in eigenen Sperrzonen – Abstand zum Spielfeld mindestens fünf Meter. In Bayern sollen Verhaltensregeln helfen, Nervenzusammenbrüche am Spielfeldrand zu vermeiden – und den Psycho-Terror an den Kleinen einzudämmen. In den Leitfäden werden die Eltern mit Kollektiv-Parolen auf besseren Benimm eingeschworen. „Wir fordern keine Auswechslung von Spielern“, heißt es darin. Wir, die zappeligen Eltern. Oder: „Nur der Trainer sagt den Kindern, wie sie spielen sollen.“ Sonst keiner.

Rüdiger Aues FC Königsbrunn hat auch eine eigene Verhaltensfibel. Darin stehen so einleuchtende Sätze wie: „Die Mannschaft besteht aus den Spielern und Trainer, nicht aus Eltern.“ Dahinter, in Klammern: Die Eltern haben andere wichtige Funktionen. So.

Gebracht hat das alles, so scheint es, nicht allzu viel. Das E-Junioren-Spiel wird in Kürze vor dem Sportgericht verhandelt. Egal, was dabei herauskommt: „Bei uns werden wir knallhart aussortieren“, kündigt Aue an. Der Trainer hat schon aufgehört, freiwillig. Die Eltern-Rabauken bekommen ein Vereins- und Platzverbot – die Kinder sind nach wie vor willkommen. „Die Jungs können doch nichts dafür“, sagt Aue.

Die Eltern schon. Aber warum verwandeln sich Mami und Papi am Spielfeldrand manchmal in Brüllaffen? Nur weil es die meisten von ihnen nicht selbst zur Profikarriere gebracht haben? So viel ist schon mal klar: Bei Fußball hört der Spaß für viele Eltern auf. Josef Kelnberger, 50, Sportreporter und selbst fußballverrückter Vater, hat das in seinem Buch „Mein Sohn, der Fußball und ich“ anschaulich beschrieben: „Bei den Kleinen, die ihr Schäuflein im Sandkasten mit allen Mitteln verteidigen, ist es so, dass Väter und Mütter größte Anstrengungen unternehmen, diesen kleinen Terroristen Altruismus beizubringen. Lass dem kleinen Philipp doch mal dein Schäuflein, sagt man auf dem Spielplatz. Jetzt nimm dem kleinen Philipp doch endlich mal den Ball weg, sagt man auf dem Fußballplatz.“ Kicken ist kein Kindergeburtstag.

Früher war man da lockerer. Als der Hansi Pflügler, 51, noch ein kleiner Bub war und nach der Schule zum Fußballfeld eilte, hat die Mama immer nur einen Satz zu ihm gesagt: „Wenn’s dunkel ist, bist du daheim.“ Mehr Einmischung gab es nicht. Und auf dem Bolzplatz im Freisinger Stadtteil Vötting hatten eh die Kinder das Sagen. „Wir haben immer alles unter uns ausgemacht“, erzählt Pflügler. „Klar hat man sich da auch mal geärgert, aber irgendwie ging es immer weiter.“

Auch ohne Eltern, die ihn die Karriereleiter hinaufplärrten, ist Pflügler das geworden, was andere mit dem Brecheisen vergebens versuchen: Fußball-Profi und sogar Weltmeister, Rom 1990. Beim FC Bayern München, für den er in der Bundesliga 277 Mal auflief, leitet er bis heute die Abteilung Merchandising und Lizenzen.

Als Privatmann sieht man ihn immer noch am Spielfeldrand, wenn die beiden Söhne kicken. Zugegeben, sagt Pflügler, manchmal halte auch er sich für den besseren Trainer. Doch das schluckt er herunter. Nur bei überehrgeizigen Eltern, da schweigt er nicht: „Die denken immer, ihr Sohn muss es unbedingt zu den Bayern schaffen.“ Das sei der falsche Ansatz: „Man muss den Kindern aber Luft lassen, sonst wird das sowieso nichts“, sagt Pflügler.

Er und Kelnberger kämpfen gemeinsam gegen die Schreihälse an der Seitenlinie: als Schirmherren der „Fairplay-Liga“. Die gibt es seit 2007, inzwischen spielen über 600 Mannschaften nach dem gleichen Prinzip. Es ist ganz simpel: Es gibt keinen Schiedsrichter, alle kleinen Kicker im Alter von sechs bis zehn Jahren regeln die Konflikte unter sich. Die Trainer beider Teams coachen aus einer gemeinsamen Zone heraus. Und für die Eltern gilt: 15 Meter Distanz zum Platz.

Ralf Klohr, 49, aus Herzogenrath in NRW hat’s erfunden – und erklärt: „Wir holen die Kinder aus der Erwachsenen-Realität raus und bringen sie in die Kinder-Realität zurück.“ Die hätten die Kleinstkicker oft verloren – aber sie stehe ihnen zu. Und die pöbelnden Eltern? „Das ist Liebe“, sagt Klohr. „So verrückt sich das anhört: Da werden einfach Emotionen in die falschen Bahnen gelenkt.“

Die Eltern selbst können oft gar nichts dafür. „Es liegt häufig nicht an den einzelnen Personen, sondern an den Rahmenbedingungen“, sagt Babett Lobinger, Psychologin an der Deutschen Sporthochschule Köln. Im Spitzensport geht es nur darum zu gewinnen – um sonst nichts. Sieg oder Niederlage, nur das zählt. Auch der Breitensport gehorcht dem Prinzip Leisten/Nichtleisten. Das lernen schon die Kinder mit den kleinsten Turnschuhen.

Lobinger fragt sich daher: Müssen E-Jugendliche im Fußball nach dem Vorbild der Großen Punktspiele austragen? Viel sinnvoller seien – ähnlich wie im Mini-Handball – Turniere, in denen Mannschaften bunt gemischt spielen. Dort gewinnen am Ende alle – und die Eltern verkaufen friedlich Kuchen.

Ganz anders in Königsbrunn. „Hier haben 50 Erwachsene versagt, so krank ist das alles“, schimpft Fairplayer Klohr. „Ich bin mir sicher, die Kinder hätten das alleine geregelt bekommen. Wir müssen ihnen nur die Chance geben.“ Gerade hat Klohr sein Konzept dem Deutschen Fußball-Bund vorgestellt.

Trotzdem: Auch die Fairplay-Liga scheint nicht das Allheilmittel gegen pöbelnde Eltern zu sein. Eine Studie hat gezeigt, dass zu 59 Prozent immer noch die Trainer alle Entscheidungen treffen. Von ihnen kommen auch alle zwei bis drei Minuten Anweisungen aufs Feld. Kein Lob, sondern Taktik-Regie und Fehlerschelte. Und: Mehr als die Hälfte der Eltern hält nicht genügend Abstand.

Immerhin: Für eine Weile kann dieses Projekt ein Stück heile Kindheit bewahren. „Als mein Sohn fünf Jahre alt war“, erzählt Psychologin Lobinger, „hat er mich mal verwundert gefragt, ob Fußball denn Sport sei.“ Bis dahin hielt er es – für ein Spiel.

Katharina Blum
Sa. 07.05.2011 Medien *   Zeitung Starnberger Merkur SM
Mo. 07.02.2011 Medien F1   Zeitung Münchner Merkur MiniCup MM
Mo. 01.02.2010 Medien F1   Zeitungen Süddeutsche & Merkur MiniCup SZ & SM
Süddeutsche Zeitung und Starnberger Merkur berichten über den 9. actori-Mini-Cup beim Gautinger SC.

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Mo. 09.11.2009 Medien 1.   Zeitung Starnberger Merkur 20 Jahre Gauting Lutz Tietz
Er hatte Glück !
Lutz Tietz war einer der ersten Übersiedler im Landkreis.
Am Tag des Mauerfalls flüchtete die Familie Tietz (Lutz, Andrea, Katja und Robert) aus der damaligen DDR (Zeitz) über Tschechien nach Gauting. Lutz baute Anfang der 90er den Jugendfußball in Gauting auf, von damals einer Schülermannschaft hat der GSC mittlerweilen 20 Jugendmannschaften und 2 Männermannschaften im Spielbetrieb.
Tietz kümmerte sich nicht nur um die Betreuung und fußballerische Ausbildung der jungen Gautinger sondern hält Plätze und Anlage beim Gautinger SC stets in einem Topzustand.
Seit Jahren fahren die Gautinger mit verschiedenen Mannschaften immer wieder in die "alte Heimat" nach Zeitz, wovon Spieler noch viele Jahre danach schwärmen. Deshalb werden wir auch diesen Winter mit verschiedenen Teams nach Sachsen-Anhalt fahren.

"Tietz gib Gummi, sonst holt uns noch das Kuchenblech ein"

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Mi. 21.10.2009 Medien *   Zeitung Süddeutsche Bericht Tilman
Konfliktmanagement auf dem Weg zur Olympiade 2012

Weitere Informationen unter www.lotsenwerk.de
Mo. 22.06.2009 Medien 2.   Zeitung Starnberger Merkur Dominik Glückschalt SM
Gauting - Nach seinem Realschulabschluss hat sich Dominik Glückschalt für ein FSJ beim Gautinger SportClub entschlossen. Nach den gesammelten Erfahrungen ist er sich seines Berufswunsches nun sicher.
Dominik Glückschalt hat beim GSC seine Berufung als Pfleger entdeckt. foto: fkn
Der 18-jährige Pfarrerssohn Dominik Glückschalt aus Pasing absolvierte sein Freiwilliges Soziales Jahr beim Gautinger Sportclub (GSC) und ist begeistert von all den Erfahrungen, die er gemacht hat. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Die Bundeswehr erkennt das FSJ als Zivildienst an und monatlich bietet der GSC ein kleines Taschengeld sowie Fortbildungsseminare bis hin zum Trainerschein.
In vielfältigen Gebieten durfte sich der junge Mann beweisen: So war er Jungtrainer seiner eigenen Kindermannschaft, kümmerte sich um die Mitgliederverwaltung und war zuständig für die Platzpflege. „Ich bin nicht so der Bürotyp“, stellte er fest. Der Umgang mit Kindern und Soziales liege ihm mehr. Inzwischen absolviert der Zweitgeborene einer Kinderkrankenschwester die Pfleger-Ausbildung: „Das ist mein Beruf“, ist sich Glückschalt sicher.
Wer beim GSC in seine Fußstapfen treten will, wendet sich an die Geschäftsstelle unter Tel.: (089) 850 29 52.
Mi. 03.06.2009 Medien 1.   Zeitung Süddeutsche Bericht SZ
Gautinger SC setzt in der C-Klasse eine Rekordmarke
Di. 02.06.2009 Medien 1.   Zeitung Süddeutsche Bericht SZ
Mit einer makellosen Bilanz von 72 Punkte aus 24 Spielen und einem Torverhältnis von 131:16 schafft die 1.Mannschaft des Gautinger SC bereits im ersten Jahr nach dem Neubeginn den direkten Aufstieg in die B-Klasse.
Sa. 30.05.2009 Medien 1.   Zeitung Starnberger Merkur Bericht SM
Mit einer makellosen Bilanz von 72 Punkte aus 24 Spielen und einem Torverhältnis von 131:16 schafft die 1.Mannschaft des Gautinger SC bereits im ersten Jahr nach dem Neubeginn den direkten Aufstieg in die B-Klasse.